Gartenbau

posted am: 15 Mai 2017

Gartenbau ist der Überbegriff für alle Berufssparten, die sich mit Pflanzen beschäftigen, ausgenommen der Landwirtschaft. In reinen Produktionsbetrieben werden Pflanzen kultiviert, um sie dann entweder direkt an Kunden zu verkaufen oder an Wiederverkäufer weiterzugeben. Viele Gärtnereien produzieren und verkaufen ihre Ware selbst an Kunden. Die Zahl dieser Endverkaufsbetriebe sinkt allerdings seit Jahren stetig. Der Trend geht hin zu immer größeren, automatisierten Unternehmen, die ihre Produkte über den Großhandel vermarkten. 

Die gartenbaulichen Berufe sind vielfältig. Jeder Zweig benötigt eine eigene dreijährige Ausbildung, die mit der Gesellenprüfung abgeschlossen wird. Die Ausbildung befasst sich mit der Pflanzenkunde und ihrer Kultivierung, dem Umgang mit technischen Geräten und dem Verkauf und der Vermarktung von Produkten. Auf einer Fachschule können Gärtner ihren Meisterbrief erlangen. Eine weitere Zusatzausbildung führt zum Titel Gartenbautechniker. An vielen Universitäten kann ein gartenbauliches Studium mit dem Abschluss als Bachelor absolviert werden. Der Studiengang ist je zur Hälfte praxisorientiert und naturwissenschaftlich ausgerichtet.

Absolventen sollen in der Lage sein, Unternehmen wie Gärtnereien, wie beispielsweise der Kusserow Garten- und Landschaftsbau, und Baumärkte erfolgreich zu führen. Auch innerhalb der Gartenbauwissenschaft finden die Akademiker ihren Platz. Die Forschung nimmt in diesem Bereich einen immer größeren Raum ein. Angepasst an die sich verändernden Umweltbedingungen erforschen die Wissenschaftler neue Züchtungen, umweltschonende Kulturmethoden und natürliche Pflanzenschutzmaßnahmen.  Unter dem Dachbegriff Gartenbau vereinen sich mehrere selbständige Berufsgruppen. Jeder Beruf für sich erfordert sowohl spezifische Fachkenntnisse, als auch gemeinsames Wissen über Pflanzen ganz allgemein. 

Der Landwirtschaft am nächsten stehen die Obst- und Gemüsebauern. Sie kultivieren auf großen Freiflächen, aber auch unter Glas das in unseren Breiten wachsende Gemüse und Obst. Der Obstbau besitzt einen Anbauschwerpunkt im sogenannten Alten Land, ein Gebiet an der Elbe in Hamburg und Niedersachsen. Dort sind die klimatischen Bedingungen besonders günstig für Äpfel und Beerenobst. Der Blumen- und Zierpflanzenbau befasst sich mit der Kultivierung und dem Vertrieb aller Arten von Zierpflanzen. Die Palette geht von Beet- und Balkonpflanzen, Kübelpflanzen, Schnittblumen bis hin zu Zimmer- und Grünpflanzen.

In diesem Bereich gibt es die meisten Endverkaufsbetriebe, die in ihren Gärtnereien auch das gesamte Zubehör rund um den Garten verkaufen. Erde und Dünger, Pflanzgefäße ebenso wie Töpfe und Balkonkästen, das Sortiment ist breit gestreut.  Die Friedhofsgärtnerei ist ganz auf die Pflege von Gräbern spezialisiert. Die Gärtner kultivieren besonders geeignete Pflanzen, planen Grabanlagen und bepflanzen sie schließlich. Viele Menschen schließen mit der Friedhofsgärtnerei einen ganzjährigen Grabpflegevertrag ab. Auf diese Weise müssen sie sich nicht mehr um die – oft aufwendige Pflege – kümmern.

In Baumschulen werden Laub- und Nadelbäume und alle Arten von Gehölzen kultiviert. Nicht nur der Privatmann, sondern auch Firmen und städtische Organisationen gehören zum Kundenkreis. Betriebsgelände und öffentliche Anlagen werden oft mit Gehölzen bepflanzt, um den Pflegeaufwand zu minimieren.

Viele Baumschul-Betriebe sind auf bestimmte Bereiche spezialisiert. So gibt es Firmen, die ausschließlich Obstbäume produzieren, oder Bäume und Gehölze für die Forstwirtschaft. Der Garten- und Landschaftsbau beschäftigt sich mit der Planung und Pflege von Grünanlagen. Das Spektrum reicht von privaten Gärten, öffentlichen Anlagen, Parks bis hin zu Spielplätzen und Sportanlagen. In dieser Sparte werden oft schwere Maschinen eingesetzt. Die Mitarbeiter arbeiten nicht nur mit Pflanzen, sondern auch mit Steinen, Pflastern und Beton. 

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